Chronik - Die 80er: Stürmische Zeiten...

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Die 80er-Jahre gelten allgemeinhin als Jahrzehnt der Desorientierung der Gesellschaft. Man war nicht mehr in der Boom-Zeit der 50er, nicht mehr in der Flower-Power-Ära der 60er, die Krisen der 70er waren bereits vergessen – nur die 80er-Jahre stehen bis zum heutigen Tag für nichts. Der MVB dagegen hat auch in diesem Jahrzehnt sein Ziel der Pflege Traditionen und der Blasmusik nicht verloren.

Die bereits angegrauten Statuten, die seit 1923 unverändert geblieben waren, bedurften im Jahr 1986 endlich einer Erneuerung. Zu viele Passagen in der Verfassung des MVB entsprachen nicht mehr der Zeit, vor allem aber war eine Änderung im Hinblick auf eine Änderung der Bundesabgabenordnung notwendig, um weiterhin gewisse Vorteile aus dem Rang eines Vereins ziehen zu können.

Das Jahr 1988 stand dann im Zeichen des 65. Gründungsjubiläums des MVB. Zu diesem Zweck fand in der Zeit vom 9. bis zum 11.September auf dem Sportplatz in Breitenau ein Zeltfest statt. Das Fest war ein großer Erfolg, zumal auch das Wetter mitspielte. Die Bevölkerung Breitenaus war mit dem Gebotenen absolut zufrieden, wie das stets gefüllte Zelt für 800 Personen, aber auch dem MVB zugetragene positive Kritiken zeigten. Mitverantwortlich dafür waren natürlich auch die Auftritte unserer musikalischen Gäste „Magic Sound“ & Big Band am Freitag, dem „Heimatlandecho“ am Samstag sowie den „Steirischen Straßenmusikanten“ und den „3 Lustigen Vagabunden“ am Sonntag. Beinahe wäre es auch zum Auftritt der „“Ersten Allgemeinen Verunsicherung“ (EAV) bei dieser Veranstaltung gekommen, doch offensichtlich war sich die Führung des MVB nicht sicher, ob das Engagement der EAV nicht eine Nummer zu groß für den MVB sein würde.

Im Jahre 1990 ließ der MVB, entsprechend einer Initiative des damaligen Obmanns Franz Fuchs, den alten Brauch des „Kirtagbaums“ wiederauferstehen. Dabei wurde in früheren Tagen aus dem Kreise der Ortsbevölkerung ein Baum gespendet, der im Spätfrühling aufgestellt, am Dorfkirtag in feierlicher Manier vor aller Augen umgeschnitten wurde. Stets hatte der Kirtagbaum das Zentrum des Breitenauer Kirtags ausgemacht. Nun endlich war der Brauch wieder eingeführt, der edle Spender des ersten Kirtagbaums der „Neuzeit“ war dabei die Familie Gottfried Scherleithner.

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