Chronik - Die 70er: Fokus auf die Jugendarbeit...

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Um den Weiterbestand des MVB oder überhaupt, um das ganze musikalische Leben in Breitenau zu gewährleisten, war es notwendig, sich um die Ausbildung junger Musiker zu sorgen. Zwei Musikkollegen wurden beauftragt, sich mit diesem Problem, welches nicht nur fachliches Können verlangt, sondern auch noch sehr zeitraubend ist, zu befassen. Sie standen alsbaldigst pausenlos mit viel Geduld und großem Idealismus im Einsatz für die Jugend – Johann Mayer und Anton Kaminek.

Mit Schulbeginn 1972 wurde von Anton Kaminek eine Musikschule als Zweigstelle der Musikschule Neunkirchen gegründet. Um den Kindern den Weg nach Neunkirchen zu ersparen, wurde alles daran gesetzt, sämtliche Instrumente in Breitenau zu unterrichten. Damit wurde eine wichtige Unterrichtsmöglichkeit geschaffen, die sich schon bald eines regen Zuspruches erfreuen konnte.

So stellte sich der Erfolg dieser Ausbildungsarbeit auch schnell ein. Neue, junge und talentierte Kräfte verstärkten bald den MVB. Noch heute wird der MVB von vielen Musikern getragen, die in dieser Zeit die Beherrschung der Instrumente erlernt haben.

1975 kam es im MVB dann zu einem Novum - die erste aktiv musizierende Frau trat dem Verein bei. Nicht, dass man zuvor das Engagement von Frauen bewusst hintangehalten hätte, es hatte sich davor nie ergeben. Von der Tradition her hatte es schon immer Marketenderinnen gegeben, aber Maria Stremel an der Trompete war die erste, die sich nicht selbst auf das Tragen von Schnapsfässchen und schönes Aussehen reduzierte. Seit damals sind die Frauen im MVB jedenfalls auch als Musikerinnen nicht mehr wegzudenken und nehmen vielfach eine tragende Rolle ein.

Aber zurück zu einem Dauerthema in der Geschichte des MVB - der Uniform. Dem Trend der Zeit folgend, wurde die bereits abgetragene Uniform durch eine neue Tracht ersetzt. Diese Tracht wurde im südöstlichen Niederösterreich Ende des 19. Jahrhunderts getragen.

Die Beschaffungskosten von damals 117.000 Schilling (etwa 8.500 Euro) wurden zum Teil aus Eigenmitteln und Spenden der Bevölkerung von Breitenau, durch Zuschüsse der beiden Gemeinden Breitenau und Schwarzau sowie anderer Institutionen und durch eine Subvention der NÖ- Landesregierung aufgebracht.

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