Chronik - Die 50er und 60er: Auf und Ab...

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Alles in allem waren die 50er und 60er-Jahre eine anstrengende Zeit für Musiker und deren Ausrüstung – aber auch für die Bekleidung, wie bereits zuvor angedeutet. Daher war es wenig verwunderlich, dass man bald an eine neue und vor allem „echte“ Uniform dachte. Durch das große Engagement - vor allem die rasche Beschaffung der dazu notwendigen Geldmittel – der Musikkollegen selbst, der Bevölkerung der Gemeinden Breitenau, Schwarzau und Peisching konnten die neuen Uniformen 1955 rasch beschafft werden. Ein Extralob findet man in den offiziellen Aufzeichnungen des MVB jener Tage auch noch für die Gemeinde Breitenau und die Firma Samum, die durch ihre Subventionen zum Gelingen des Ankaufs maßgeblich beigetragen haben.

Die neue Uniform hatte folgendes Aussehen - schwarze Hose, graue Bluse, graue Schirmmütze, weißes Hemd und schwarze Krawatte.

In dieser schmucken Uniform übte nun der MVB seine umfangreiche Tätigkeit bei lustigen, heiteren, ernsten und traurigen Anlässen aus.

Ohne den MVB war kaum eine Veranstaltung vorstellbar. Ob man engagiert wurde oder selber organisierte, der MVB war immer da. So gab es etwa ab 1947 regelmäßig ein Neujahrskonzert, das an wechselnden Orten abgehalten wurde, normalerweise in Breitenau oder Schwarzau, 1954 aber etwa auch in Erlach. Aber auch Weihnachtskonzerte stellten in jenen Jahren eine allseits geschätzte Umrahmung der feierlichen Zeit dar. Mit den aufkeimenden 60er-Jahren wurde es aus verschiedenen Gründen immer schwieriger, diese vom Termin her sehr exponierten Konzerte durchzuführen. Dies lag teilweise daran, dass die Musiker mehr mit den eigenen Familien beisammen sein wollten, als auch zu den Feiertagen von ihnen getrennt zu sein. Letztmalig wurde übrigens zum Jahresbeginn 1983 ein Neujahrskonzert durchgeführt.

Oftmals geriet man in diesen Jahren auch ob der musikalischen Ausrichtung, bzw. der Stoßrichtung der Arbeit des MVB aneinander. Aber auch beinahe philosophische Diskussionen hatten beim MVB stets ihren Platz, wie etwa bei der Jahreshauptversammlung im Jahre 1952. So verwundert es kaum, dass, angeregt vom damaligen Ehrenmitglied Oberlehrer Schubert, eine Aussprache über die Kulturkrise unserer Zeit und die Krise der Musik im Allgemeinen rege Beteiligung fand.

Ohne große Diskussion wurde dagegen der Beitritt zum Niederösterreichischen Blasmusikverband beschlossen, dem der MVB nunmehr seit 1958 angehört.

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