Chronik - 1938: Die Kriegsjahre 1938 bis 1945

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Ein unbeachtetes Kapitel der Geschichte des MVB betrifft sein Wirken in den Jahren der Nazi-Herrschaft über das, was bis 1938 Österreich geheißen hatte. Auch nach dem Anschluss Österreichs an das Hitler-Reich bestand der MVB im Prinzip weiter. Entsprechend dem Geist jener Tage wurde der Verein jedoch in eine sogenannte SA-Kapelle "umgetauft", auch wenn der Begriff der "Taufe" für die zutiefst unchristliche Lebensanschauung der Nazis höchst unpassend erscheint.

Viel ist über jene Tage und Jahre, in denen der MVB als SA-Kapelle Breitenau auftrat nicht mehr bekannt. Die Aufzeichnungen über diese Zeit sind kurz vor Kriegsende gründlich aus allen Unterlagen des MVB entfernt, die Seiten aus dem Protokollbuch beispielsweise penibel herausgerissen worden. Dennoch schilderten Zeitgenossen, wie der spätere Breitenauer Bürgermeister und MVB-Musiker Karl Blach in seinen in Buchform gebrachten "Lebenserinnerungen", wie als SA-Kapelle etwa ein Konzert für Kriegsverwundete am Semmering abgehalten wurde.

Dies war jedoch nur bis etwa 1941 möglich, da ab dann auch die im "Zivilleben" verbliebenen Musiker zu den Waffen gerufen wurden. Erst dann musste die aktive Musikausübung in Breitenau endgültig hinter die Interessen des Nazi-Regimes zurückstecken.

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